Wir werden nich mehr glücklich
25. September 2006
Nach dem erfolglosen Versuch von vor einem Jahr, kommt hier nun ein neuer, mich der Weböffentlichkeit schmackhafter zu machen.
Wahrscheinlich ist so ein Weblog eine der größten Anmaßungen unserer webbasierten Zeit. Ist es nicht eine Unverschämtheit, sein eigenes Tagebuch explizit für andere Menschen zu schreiben? „Los! Richtet Eure Aufmerksamkeit auf mich! Beschäftigt Euch für die Länge eines Eintrages aus meinem persönlichen Leben mit mir!“ Wieviel Narzissmus wird diese Kultur wohl noch hervorbringen?
Da mir bereits vor einigen Tagen Geltungsbedürftigkeit bescheinigt wurde, musste ich allein schon aus Trotz diesen Schritt gehen. Vielleicht wird es keine vielen Einträge geben, vielleicht keine Leser, das wäre natürlich alles schade. Ich würde es gern hinbekommen, ein paar leckere textliche Brezeln zu backen und auf diesem Jahrmarkt hier billig los zu werden.
Würde mich jedenfalls freuen, wenn ihr mitmacht! :)
27. September 2006 at 11:54
Welcher Mensch bezeichnete dich bloß als geltungsbedürtig? War ich das etwa?
Bin gespannt auf die versprochenen textlichen Brezeln!
27. September 2006 at 22:08
Du Nimmersatt! …kommst auch bloß, wenns Brezeln gibt,was!
Geltungssüchte sind mir gänzlich fremd, das möchte ich noch einmal unterstreichen, möchte ich das!
28. September 2006 at 20:40
Bin kein Nimmersatt. Ich mag Süßes eh lieber als Salziges.
Sag mal, warum befolgen wir hier eigentlich plötzlich die Regeln der Groß- und Kleinschreibung?
29. September 2006 at 15:28
Wir befolgen hier, so wie es anderen deutschsprachigen Ortes auch üblich sein sollte, nur die Regeln der deutschen Sprache!
Reißen Sie Sich an der Feder, Herr Polma! Es wird Ihnen doch wohl möglich sein, diese Essentials seit dem Abschluss der Grundschule ohne weiteres einzuhalten, oder sollte ich mich etwa in Ihnen geirrt haben? – Sie Süßholzraspel?!
5. Oktober 2006 at 14:28
Ich bin keine Süßholzraspel, Herr Tyroflake. Ich besitze nicht einmal eine.
6. Oktober 2006 at 12:03
Und ob! Sie waren, sind und bleiben eine Süßholzraspel, Herr von Polma!
6. Oktober 2006 at 13:13
Wäre ich eine Süßholzraspel, mein lieber Herr Tyroflake, würde ich Ihnen pausenlos überflüssige Komplimente an den Kopf schmeißen. Herr Tyroflake!
Dazu lasse ich mich aber nicht herab, Herr Tyroflake.
Und nennen Sie mich nicht VON! Was erlauben Sie sich!
Unerhört ist das. Jawohl! Un-Er-Hört!
6. Oktober 2006 at 13:28
Süß-Holz-Raspel habe ich gesagt! Jawoll!
Ihre unterschwelligen Komplimente können Sie Sich in den Allerwertesten flüstern, Von-Süßholzraspel!
20. Oktober 2006 at 2:36
1. November 2006 at 11:30
es geht nicht um die erheischung von aufmerksamkeit. es geht vielmehr um die pluralität von weltsichten. aus dieser gegenteilsdynamik entsteht dann soetwas wie wahrheit, im besten fall…
„Das Dominierende ist das Falsche,
das Herrschende, das Unwahre, das Erfolgreiche,
der Dreck.
Und das Ganze, entgegen Adornos Diktum,
das der Formulierung hier zu Grunde liegt,
der Ort, an dem das sichtbar wird,
Gegenteilsdynamik geführt, als Wahrheit.
Was also, fragte daraufhin das Ganze,
soll jetzt DEIN Herzblatt sein?
Das Erfolgreiche, Herrschende, Dominierende,
sagte daraufhin das Wahre,
zu zerstören, zu studieren, zu stürzen
und zu ersetzen.
SELBSTZERSTÖRUNG also bitte.
Und es war Liebe auf den ersten Blick.“