Heute saß ich mit N. im Café Schönefeld, welches die Besonderheit aufweist, dass zu seinen Füßen ein Flughafen liegt. Wie schön gefällt mir doch das schöne Feld da unten, denke ich mir und mustere aufmerksam die kleinen bunt gescheckten Käfer mit den Haifischflossen, die so drollig zwischen Gebäude und Rollbahn herumkrabbeln. „Wir können auch fliegen – guck!“ schiebt N. ihnen in ihre breiten Cockpit-Münder, während einer von ihnen auf der Startbahn beschleunigt, solange bis er aus unseren Gesichtfeldern verschwindet und wir nur noch für ihn hoffen können, dass er abhob, und nicht einfach gerade aus weiter, aus dem Gehege heraus, geflitzt ist…

Wir stellen fest: Während Flugzeuge etwas Niedliches haben, wohnt Zügen die Traurigkeit inne. Züge sind nicht mehr, sie waren mal. Sie rattern, rastlos und entseelt, hin und her, auf ewig verfluchten Geistern gleich.

Auch egal.