„Ich will Volkslieder singen! 200 Jahre sind spurlos an mir vorüber gegangen. Von Köln nach Paris brauch’ ich dreißig Tage, schön, dass ich so viele Lieder bei mir habe…“ [...]

->go myspace! 

Rainald Grebe mit der Kapelle der Versöhnung im Tipi bis nächstes Wochenende!

Sommerzeit

30. März 2008

Ich habe mit K. beschlossen, dass ab heute Nacht um zwei um drei Uhr das Thermometer nur noch steigt. Der Wetterbericht gibt uns recht. Derweil doktort Herr Chávez in Venezuela auf ganz andere Art und Weise an den Uhren herum…

veröffentlichte also der Chaos-Computer-Club.

„Wenn Bürger und Journalisten das tun, was staatlicherseits millionenfach und zunehmend durch Erhebung und Verwendung biometrischer Daten geschieht, steht unter Umständen der Staatsanwalt vor der Tür.“

Für Zwischendurch

28. März 2008

…und alle, die auch gerade was anderes machen, da sie ja immer eher was anderes machen müssen, als gerade…

Späte Flocken

26. März 2008

Noch einmal schneit sich der Winter in dieser Nacht so richtig aus. Der Boden sträubt sich, das einzusehen, und lässt die Flocken einfach schmelzen. Er steht am Straßenrand und lässt Autofahrer denken, er wolle irgendwohin. Doch er steht nicht ihnen zugewandt, sondern der anderen Straßenseite. Schaut dahin, als wäre da drüben nicht etwa der schnöde Plattenbau, als wäre da eines dieser sich bis zum Horizont erstreckenden brandenburgischen Felder. Durch alles hindurch zu blicken hätte er sich doch abgewöhnt haben müssen. Lässt Lider und Kopf sinken, schaut seitlich zum Alleebaum — es bringt nichts –, in welchem es plötzlich knackt, knallt, kracht, bald herniederbricht: ein Ast, volle Wucht. Scharfer Wind eilt hinterher, schneidet sein Ohr. Autoreifen quietschen, können das Schicksal jedoch nicht abwenden und steuern ihren Überbau direkt ins gerade hinunter krachende Gehölz. Er will ständig gestalten. Das Schöne ist ihm die elementhafte Gestalt in einer großen Struktur. Ihr will er sich widmen, sie zu einem Muster machen, das Wohlbefinden hervorruft. Ein zerbeulter blauer Kleinwagen mit einer Ostberlinerin, die nun flucht auf die Natur und diejenigen, welche dafür von Steuern bezahlt werden, sie regelmäßig zu knechten, und auf diejenigen, die mir-doch-egal vorbeifahren und die am Straßenrand stehen, wie Vieh glotzen, verdirbt ihm nun die Melancholie, wegen welcher er sich doch dort hingestellt.

Nach ‘Du und Dein Garten’ bestehe ich darauf, dass es auch ein Hobbymagazin für die kartografisch Interessierten gibt, zum Beispiel namens „Du und Deine Karten“!

Hallo Rehe!

24. März 2008

30km endlose Schorfheide liegen hinter mir. Dabei fing alles so bzw. fast gar nicht an:

Treffpunkt ist 10:15 Karow, damit wir noch ne Viertelstunde haben, dacht ich mir bei der Planung. 9:45: Sitze mit L. in der Ringbahn. S ruft an: „Hallo!! Bin noch aufm Ubahnhof Weberwiese!! Wann fährt der Zug??“ – “ Na, um 10:29!“ – „Was echt?! Ich komme aber erst 10:31 an!!“ – „Dann wird das wohl ein Problem…“ – „Hm, vielleicht komme ich auch irgendwie schneller hin…“ – „Hm, na M fuhr doch auch von Weberwiese, wie ist der denn gefahren?“ – „Hm, keine Ahnung“ – „Ich auch nicht“ – „Ach, M kommt auch grad, ich frag mal“ – „Na prima…“

Beschließe mit L, dass wir den Zug noch überreden, 2 Minuten zu warten, damit es die beiden Verwirrten von der Weberwiese auch noch schaffen.

10:15 L und ich kommen in Karow an. Nur ein Bahnsteig. Unsere Regional- und unsere S-Bahn fahren vom gleichen Gleis. Den Zugführer zu bitten, noch mal aufs Abstellgleis zu fahren, wage ich dann auch nicht, als unser Regionalzug pünktlich einfährt. So muss er schließlich ohne uns in die Schorfheide aufbrechen. Schweren Herzens schauen L und ich dem eleganten Niederflurschienenbus hinterher. Zwei Minuten später steigen S und M aufgeregt aus der direkt nachfolgenden S-Bahn. Der nächste Regionalzug kommt aber erst in zwei Stunden… Hm.

Glücklicherweise gab es dann doch eine schöne Alternativstrecke….
schorfheide

Photo von Flickr.

Zum Abendbrot

23. März 2008

Meine voraussichtliche Abendbeschäftigung:

22:00 Kaffee

22:10 Cola

22:30 Beck’s Alkfrei

23:00 Cola-Bier

23:30 ein Schnaps gegen die Übelkeit

23:40 naja nun können wir auch: Gin-Tonic

[...]

2:00 ein Liter Melissentee.

[...]

Herr Bert hatte sich sein ganzes Leben nichts zu Schulden kommen lassen. Er vermied Blamagen ebenso, wie er Baustellen großräumig umfuhr. Wer die Beherrschung verliert, macht sich dreckig. Und Reinlichkeit ist eine wünschenswerte Eigenschaft. Niemand hat es gern, wenn ein Lehrer ungeduscht ins Klassenzimmer tritt. Niemand möchte auch nur in der Nähe einer auch nur möglicherweise ungeduschten Person über auch nur Frühstück nachdenken müssen. Dazu ist die Hofpause da und die findet unter freiem Himmel und an frischer Luft statt. Bei Wind und Wetter. Unartige Kinder, die das nicht verstehen wollen und durch die Maschen des Bertschens Kontrollnetzes zu schlüpfen suchen, werden von der Hofpausenaufsicht Bert gern mal an die Kandare genommen. An- und ungezogen sind sie. Zur Strafe sollten sie ausgezogen werden! Aber Herr Bert kann ja nicht so sein und will immer ‘mal ein Auge zudrücken’. Der eine oder andere wird sich als Oberstufenschüler gewiss wohlwollend an Herrn Bert zurückerinnern. Gewiss werden aus dieser positiven Erinnerung gedankliche Konsequenzen gezogen. Gewiss wird Herr Bert mit Liebe überschüttet oder was (anderem).

Herr Berts Tag beginnt um 8 Uhr 50. Heute begann er wie die letzten Tage mit Weckrufen, die von der Baustelle seiner Straße ausgingen. Die gehen von dort meist aber eine halbe Stunde zu früh aus. Read the rest of this entry »

Wer noch nie was von der Bremer U-Bahn gehört hat oder sich fragt, wo Gramen, Jagemünd, Kaalst und Yordam eigentlich liegen, sollte mal hier weiterrecherchieren!