West-City
6. März 2008
Wenn ein Streik der BVG die Stadt lähmt, muss mensch das Beste draus machen — und mit der S-Bahn fahren. Natürlich habe ich auch prompt einen Termin irgendwo in Schöneberg, weit ab von einer S-Bahnstation. Naja, kann ich auch mal diese Ecke Berlins kennen lernen. Die Westcity hat ja bei jedem schon auf dem Pflichtprogramm des ersten Schulklassen-Berlinbesuchs gestanden, da alleine lang zu latschen lässt einen allerdings in Fragefässer ohne Boden fallen. Menschenströme fließen durcheinander, kreuzen sich, bilden an den ungünstigsten Stellen Strudel und wissen nicht wozu. Sind diese ganzen Leute da, um jene hässlichen Hektar Siebzigerjahre-Beton zu begaffen? Oder sind sie scharf auf Zootiere? Welches positive Gefühl kann sich denn dabei schon einstellen? Da fahren die dann alle zum Zoo, rennen ein bisschen in der Gegend rum, und begaffen das wilde Gewusel, das von den anderen Menschen, die dasselbe wie sie gerade tun, erzeugt wird, dass sie also selbst erzeugen. Und dann besinnen sie sich bei einer Tasse Kaffee mit „Schön. Das ist wirklich Großstadtfeeling!“ — und fahren/laufen wieder nach Hause.
6. März 2008 at 5:25
„in Fragefässer ohne Boden fallen“… GENIAL
genau das fühlt man, wenn man durch diese Gegend läuft!
8. März 2008 at 2:33
ich mein ja, daß hier recht weit voneinander entfernt gelegene Teile des Westteils der Stadt etwas durcheinander geworfen werden.
aber vielleicht fahr ich mal nach dem streik zum cruisen ins berghain nach marzahn.
8. März 2008 at 2:36
vom zoo in richtung nollendorfplatz auf der kurfürstenstraße entlang.
8. März 2008 at 2:44
das ist nicht *schöneberg*, sondern kadewe-land :P
8. März 2008 at 15:19
nollendorfplatz is doch schöneberg schlechthin…
8. März 2008 at 21:15
*schnupper* hm…, komisch, hier riecht’s nach krümelkacke…