Aus dem Leben des Herbert K.
18. März 2008
Eines Morgens erwachte Herbert K. mit einer Dauerwelle. Sein ganzes Leben hatte er schwer geschuftet! Überhaupt war er nicht mehr der Jüngste und dann erwachte Herbert K. einfach so und wusste von der ersten Sekunde an, was los ist. Lag auf dem behaarten Rücken, riss plötzlich die Augen auf, als wollte er sie schreien lassen. Fuhr hoch und tastete vorsichtig die neue Frisur ab. Die Lage schien aussichtslos. Überall fluffiges voluminöses mittelblondes Haar, das sich da elegant in seine Handflächen schmiegte. Herbert K. war kein Mann vieler Worte. Vermied das Sprechen, wo er nur konnte. Ein Gespräch mit Herbert K. brachte nicht viel, denn Herbert K. wusste nichts. Nichts von sich und nichts von der Welt. Herbert K. wusste nur, wie man Steine in die Straße klopft, damit andere, die mehr wüssten von der Welt, darüber flanieren und sich über die Welt unterhalten könnten. Ihm selbst waren immer Steine sehr wichtig gewesen. Und Pünktlichkeit. Aufm Bau versteht sich sowas von selbst…
PUNKT SIEBEN steht Herbert K. auf der Baustelle Rackerstraße. Hier wird jetzt alles neu gemacht und Herbert K.s Händen sei Dank! PUNKT SIEBEN steht eine Dauerwelle auf der Baustelle. Herbert K. wirft den Baufahrzeugmotor an. Read the rest of this entry »