Verrückte Romantiker_innen I
2. Mai 2008
„Ich habe wieder sehnlich gewünscht daß Du tod sein mögst, und ich auch. …“, so C. Brentano in einem Brief an seine leidenschaftlich Verflossene, Sophie Mereau. Wenig später berichtet er ihr von einem Tagtraum:
„… in einem Busche stand Dein Bild von Marmor, und ich weinte, es war Dein Denkmal, Du warst Gott sei Dank tod …“
C. Brentano/S. Mereau, Briefwechsel Bd. I
2. Mai 2008 at 11:36
Das ist wirklich eine sehr bizarre Art zu lieben.
Aus aktuellem Anlass fällt mir eine weitere ein:
„Ich habe wieder sehnlich gewünscht, Du mögest immer bei mir sein“, …
„… in einer Mauer war eine Stahltür, hinter der ich Dich eingesperrt hatte, es war Dein Gefängnis, Du warst Gott sei Dank immer bei mir.“
2. Mai 2008 at 13:34
In der Romantik, also der ursprünglichen, waren Liebe und Tod mit einander verbunden. Der Tod war sozusagen die Erstarrung der weltlichen Liebe und somit eine Art körperlicher Überstieg über die verloren gegangene, nicht länger vergeistigte Welt… oder so ähnlich.
Aber schöner aktueller Beitrag, danke!!!
6. Mai 2008 at 14:44
schreib was neues, los!
8. Mai 2008 at 15:57
Passt auch gut zum aktuellen Anlass, das Loriotzitat:
„Sind denn überall hier in den Kellern Herren im Ruhestand?“
8. Mai 2008 at 21:28
oh! jetzt will ich mit dir loriot kucken. sofort!
buch ist übrigens ein seltsam örtelein.